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ARM UND FREI

ÜBER FETTARME UND FETTFREIE PRODUKTE

Die Sehnsucht nach dem Ideal ist groß: ein gesunder, durchtrainierter Körper.Fettarm und fettfrei klingt nach bewusst und vernünftig! Fett steht auf der Liste der schlimmen Dinge. Fett steht für hedonistische Völlerei, Unvernunft und Herzinfarkt, für Zügellosigkeit und Undiszipliniertheit. Wer kann, meidet Fett. Fett macht fett.

Dabei benötigen wir Fette! In gewisser Hinsicht haben die Puristen recht: Fett ist beiteiligt an unseren Sexualhormonen, ohne eine Fettschicht von mind 5 mm im Bauchbereich kann unsere Leber nicht ausreichend Östrogene synthetisieren. Fett verbindet.

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Fett verbindet die feinen Geschmacksnuancen von Kräutern zu Sinfonien für den Gaumen und verführt zu mehr. Viele flüchtige Aromastoffe von Gewürzen und Kräutern sind nur im Fett haltbar. Unser Körper hat vorsichtshalber alle Nervenbahnen mit Fett ummantelt, damit sie geschützt sind, Fett stärkt unsere Nerven! Unsere Muskeln sind mit Fett umgeben, um sie vor Auskühlung zu schützen und geschmeidig zu machen. Fett wärmt und schützt.

Magerquark, fettreduzierte Margaringe, halb- fett Produkte, light Produkte umwerben nun im Naturkostbereich wie im Supermarkt unsere Aufmerksamkeit. Light klingt gut, so etwas nach: enlightenment. Es klingt vernünftig, nach bewusst und sparen, nach freiwilligem Verzicht.

Aus ernährungswissenschaftlicher Sicht sind diese Produkte leblos. Anstatt der gesunden Fette, die wir brauchen, um unser Nervengewebe zu isolieren, werden Fettaustauschstoffe, Zucker, Bindemittel, Geschmacksstoffe, Gelatine und Wasser beigemischt. Aus einem vollwertigen Nahrungsmittel, wie einem guten Öl, reich an Fettsäuren , die den Stoffwechsel anregen, vor Krebs und Nachtblindheit schützen, ist ein chemisch und gentechnisch verändertes Produkt geworden. Sobald wir sehen, dass etwas lagerfähig ist, müssen unsere Alarmglocken uns warnen: lagerfähige Fette sind soweit verändert, dass sie nicht mehr oxidieren können, aber genau dass ist ja die gesundheitliche Wirkung: Fett ist ein freier Radikalfänger, eine Reinigung für den Körper! Ein Fett, dass nicht reagiert, ist somit auch im Körper nicht reaktionsfähig und wird abgelagert. Damit kann unser Stoffwechsel nichts anfangen, also legt er es erstmal ab. Anstelle nun also weniger Appetit zu haben, ist unser Körper eher irritiert: es wurde etwas versprochen und nicht gehalten! Vorsorglich lagert er also die zusätzlichen Kohlehydrate als körpereigenes Fett ab! Studien haben gezeigt: Wer fettarme Nahrungsmittel bevorzugt, isst mehr davon, weil die ja fettarm sind! Sodass die aufgenommene Kalorienzahl über der von bewussten  Fettgenießern liegt. Warum nur lassen wir uns so schnell von uns selbst hereinlegen?

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Gerade Vegan lebende Menschen sind von der Fettfalle betroffen: Viele ihrer Nahrungsmittel sind haltbar gemacht und/oder mit Fettersatzstoffen angereichert. Mandelmilch, Soyamilch, Kokosnusswasser, vegane Schnitzel , Margarine, Tofu, vegane Trüffel und Pastries – das ist alles haltbbar, abgepackt in Kunststoff- und Aluminiumgemisch(!)folien, die ihre Parabene durch den Fettgehalt der “geschützten” Produkte herauslösen und sich in dem im Nahrungsmittel enthaltenen Fett anreichern. Ein haltbares Nahrungsmittel ist ein altes, verändertes Nahrungsmittel, jenseits von Frische.

Margarine, ein weiteres beliebtes Produkt, wird mit Hilfe von chemischen Raffinierungsprozessen erzeugt, von denen Spuren im Fett enthalten bleiben. Ist das Produkt auch noch fettreduziert, so werden Konservierungsstoffe beigemischt, da auf der wässrigen Lösung Pilze und andere Organismen gedeihen würden.(Konservierungsstoffe sind also Stoffe, die das Leben hemmen.)

Oder es werden unverdauliche Schmierstoffe hinzugefügt, die vom Darm nicht aufgenommen werden. Diese Schmierstoffe liegen dann in unserem Verdauungssystem herum wie eine Wachspolitur auf dem Auto und  behindern die Resorption von Vitaminen, insbesondere den fettlöslichen, da die nun ebenfalls dort andocken.

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Nein, ich kann das nicht begrüßen, mehr von etwas zu essen, dass weniger aufgenommen wird! Es bedeutet ja auch, dass ich mehr konsumiere, als ich brauche!

Wie wäre es also, wenn ich wieder mehr genieße, da sich auf meiner Zunge natürlicher, und nicht “naturidentischer “Geschmack entfaltet? Wenn ich den Sommer schmecken kann, statt natürlicher Aromastoffe, die von Bakterien ausgeschieden wurden? Wenn sich sahnig mein Essen im Mund entfaltet, anstatt stabilisiert? Wenn ich satt werde von all der Fülle, anstatt mich zu füllen mit Unverdaulichem?

Das wäre der Himmel auf Erden! Lasst uns die Sinne feiern!


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