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MILCH: WEISSES GOLD ODER WEISSES GIF

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Das Land , in dem Milch und Honig fließen… Genuss und Sicherheit, Reichtum und Sorglosigkeit verheißend, so sahen unsere Vorväter das Paradies. Heute wird Milch in der EU weggeschüttet, weil immer mehr Kühe immer mehr Milch produzieren. Milch wird zu Milchpulver verarbeitet und in Länder verschickt, von denen wir billige Kleidung bekommen… und Tierfutter. Kühe verbrauchen Sauerstoff, atmen gewaltige Mengen Co 2 und rülpsen uns ein Stück weiter in den Klimawandel.

Es gibt so viele Gründe, keine Milch zu trinken. Aber, aus ganzheitlicher Medizin heraus betrachtet, auch  Gründe, etwas Milch zu genießen!

Dinge genießen, in kleinen Mengen, sie wertschätzen, ist eine Grundeinstellung des Herzens. Im Ayurveda spricht gerade Milch diese Güte an und die Milch ist mit Honig und Früchten die sattvische, friedvolle Grundernährung der heiligen Männer Indiens. Kein Kaffee Latte mit H- Milch , aus dem Pappbecher im Laufen ist damit gleichzusetzen!

Nahrung ist immer ein Weg der Erkenntnis, ein Weg zu sich selbst in die Zusammenhänge des Lebens. Auch ist sie immer eine Reflektion in unserer vernetzten Welt über Globalisierung, Prassen und freiwilligen Verzicht., über Ideologien, Ideologen, Wissenschaft und Herkunft, Wahrheit und Dichtung.

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Milch, wie kein anderes Nahrungsmittel, ist emotional tief in uns verwurzelt.

Milch ist das Erste , wonach wir verlangen, sobald wir das Licht der Welt erblickt haben.

Milch lässt uns wieder Kind sein.

Milch formt uns, sie gibt uns soviel Energie, dass wir unsere ersten Entdeckungen  nur mit Milch als einziger Nahrung vornehmen können.

Mit den ersten Zähnen kommt die Entwöhnung  von der Milch. Doch halt: die Entwöhnung  von der Muttermilch! Und hinzu tritt an deren Stelle bei den meisten Menschen hierzulande die Milch einer anderen Mutter: der Kuh.

Aber: bin ich ein Kalb?

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Im Ayurveda wird Milch als Rasayana, als Verjüngungs- und Aufbau Mittel für Kleine, Ältere und Geschwächte empfohlen, und als tägliches Gesundheitsmittel! Aber  Ayurveda legt  großen Wert auf die Herkunft der Milch, auf ihre Verarbeitung und Frische und – auf die Menge: 200ml am Tag gelten als der Gesundheit förderlich! Schaumig aufgekocht mit Gewürzen und als Aufbaumittel getrunken. Bei 200ml täglich ist kaum anzunehmen, dass wir in der Kuh spontan unsere neue Mutter sehen und ihr ähnlich werden.

Mich verblüfft, wie nahe Ayurveda damit den modernsten Forschungen ist, die ebenfalls empfehlen, zur Vorsorge vor Krebs 200ml am Tag zu trinken, auch Allergologen bemessen diese Menge als unproblematische Tageshöchstdosis…. Wie weit entfernt jedoch von der Realität der meisten:  Auch wenn kaum noch jemand  einfach mal so Milch trinkt, so ist der Konsum von Milchprodukten seit 1950 unaufhörlich gestiegen. Um einen Käse zu produzieren braucht man bis zu 20 l Milch, so dass dann 100gr Käse bereits mit 2 l Milch zu Buche schlagen. Jede Menge Reste der Milchverarbeitung werden unseren anderen Nahrungsmitteln zugesetzt: Molke, Milchzucker, Milcheiweis werden in eigentlich milchfreie Nahrungsmittel wie Würstchen und Kekse eingearbeitet. Wenn wir also über unsere sanfte Verbindung zur Milch als Nahrung  für uns als zahnloses Kleinkind  bis zum Konsum von industrieller Milch schauen, so ist dies definitiv als ein Abfall vom paradiesischen Zustand zu bewerten. Das Land, in dem Milch und Honig fließen sieht eher aus wie eine von Interessen bewirtschaftete Zone des Grauens.

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Eine Kuh braucht für ihr Kälbchen 8 l/Tag. Muss sie uns miternähren , damit wir abends nicht kochen, sondern ein Käsebrot essen können, so muss sie bis zu 7000 l im Jahr geben – ohne ihr eigenes Kälbchen mitzuernähren. Normalerweise streift eine Kuh langsam verdauend und wiederkäuend durch die Wiesen. Die Milchviehhaltung hingegen verlangt, dass die meisten Kühe auf Stangen in Ställen angebunden liegen. Dies wirkt sich auf die Qualität der Milch aus. Und damit auf unsere Gesundheit. Es scheint, als wären wir schicksalhaft, wie der Säugling mit seiner Mutter verbunden ist, mit der zur Kuh als neue Mutter vernetzt, die jedoch mit dem Teufel verheiratet ist.

Ändern wir die Bedingungen. Und genießen den Frieden, der darauf folgt. Stoßen wir dann an, mit einem Glas Milch!

Fotos: watchcrazythings,audreyandthane, ribbu, wikimedia


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